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Der Weinkorken
Ein guter Korken hat wenig Poren, ist elastisch und hat eine glatte Oberfläche. Gute Weine werden auch mit hochwertigen, langen Korken verschlossen. Ein Durchschnittskorken hat eine Länge von 39 mm, bei Spitzenweinen ist er bis zu 60 mm lang. Entscheidend ist aber nicht die Länge des Korkens, sondern ob er die Flasche dicht hält.
Kein Material ist zum Verschließen einer Weinflasche besser geeignet als der aus der Rinde der Korkeiche gewonnene Korken. Er passt sich ideal dem Hals der Weinflasche an, verhindert das Auslaufen des Weins und erlaubt zugleich die minimale Oxydation, die die Reifung des Weins erst ermöglicht.
Sitzt ein Korken lose in der Flasche, so lässt das meist darauf schließen, dass der Wein falsch gelagert wurde. Die Flasche stand vertikal, statt horizontal zu liegen.
Ein trockener Korken, der sich schwer ziehen lässt, deutet auf einen zu trockenen Weinkeller hin, was dazu führen kann, dass der Korken beim Öffnen der Flasche zerbröselt und Korkkrümel in den Wein gelangen. Dies mindert jedoch nicht den Genuss oder die Qualität des Weines.
Korkgeschmack macht Wein ungenießbar. Er entsteht durch Mikroorganismen, die bereits in der Korkrinde des Baums sitzen können. Durch das Waschen und Bleichen des Korkens entstehen Chlorverbindungen, die mit den Mikroorganismen reagieren. Das Endprodukt Trichloranisol verursacht den Korkton im Wein.
Mehlaufwurf auf der Oberseite signalisiert das Vorhandensein einer Korkmotte. Lässt man sie ungestört, besteht nach wenigen Jahren die Gefahr, dass sie sich durch den Korken hindurchgefressen hat. Der Wein bekommt dann zu viel Luft und verdirbt. Mit Insektenstrips kann man sich im Allgemeinen hinreichend vor Korkmotten schützen.
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