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Gewürztraminer
In gewisser Weise die am wenigsten anerkannte Sorte unter den noblen Weintrauben. Einerseits besitzt sie zwar eine auf den ersten Blick attraktive und sofort erkennbare "Nase", die leicht - zu leicht vielleicht - erkennbar ist; anderseits aber kann der etwas opulente Geschmack aufdringlich wirken und verliert vielleicht dadurch seinen ganzen Reiz.
Ein Weisswein, dessen schönste Beispiele aus Süddeutschland, insbesondere der Pfalz, und dem Elsass kommen. In der Farbe oftmals tiefer und gelber als der Riesling ist sein Auftritt meistens von hochparfümiertem Traubenaroma., seltener von herber Würze begleitet. Im Geschmack kann er von ziemlich trocken bis halbtrocken variieren; das blumige Bouquet ist weich uns samtig und lässt die prickelnde, erfrischende Säure eines Rieslings oft vermissen.
Nach französischer Meinung (INAO) sind es drei Typen, nämlich Roter Traminer (dunkle, rötliche Beeren), Gewürztraminer (mit dem sortentypischen, aromatisch-würzigen Geruch, ebenfalls rötliche Beeren) und der eher geruchsneutrale Gelbe oder Weisse Traminer (mit gelbgrünen Beeren). Deshalb auch die Vielzahl an Synonymen.
Die alten, klassischen Traminer aus der Rheinpfalz waren ausserhalb Deutschlands nie sehr populär und verlieren dort an Boden, weil sie für das Geschmacksempfinden zu schwergewichtig sind. Damit sei nicht gesagt, dass es nicht auch herrlichen Traminer geben kann, die Art und Weise der Vinifikation spielt hier eine ausschlaggebende Rolle.
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